Deutschlands Gasspeicher sind derzeit nur zu rund 51 Prozent gefüllt – etwa 27 Prozentpunkte weniger als im langjährigen Mittel. Selbst die Bundesnetzagentur bestätigt, dass die Füllstände deutlich unter denen vergangener Jahre liegen.
Eine akute Gasmangellage besteht derzeit nicht. Doch der kommende Winter rückt näher, während die Speicher erst halb gefüllt sind. Damit wächst die Abhängigkeit von kontinuierlichen Importen, stabilen Weltmärkten und einem milden Winter. Steigende Beschaffungskosten könnten am Ende erneut Bürger, Betriebe und Kommunen treffen.
Versorgungssicherheit darf keine Frage des Wetters oder der Hoffnung sein. Deutschland braucht verlässliche Bezugsquellen, ausreichende Reserven und eine Energiepolitik, die Bezahlbarkeit und die Interessen des eigenen Landes in den Mittelpunkt stellt.
Die Zeit zum Handeln läuft.
